Leserbrief

Unsitten bei "freier Platzwahl"

Freitagabend zeichnete das "Bierkabarett" für einen amüsanten Abend in Obertrum verantwortlich, an dessen Beginn ein höchst unerfreuliches Ärgernis stand: Wer pünktlich um 19.00 Uhr - zum frühestmöglichen Einlasstermin also - seine Eintrittskarte erwarb und glaubte, aufgrund des frühen Erscheinens einen guten Sitzplatz erlangen zu können, wurde bitter enttäuscht. An schätzungsweise 60% der verfügbaren Plätze lagen Hinweise, dass dieser oder jener Tisch komplett für namhafte Familien, regionale Betriebe oder Abordnungen von Gemeinden reserviert sei. Das zahlende Publikum durfte sich die "billigen" Plätze am Rande aussuchen, von wo die Sicht auf die Bühne nicht wirklich toll war.
Ähnliches konnte bereits im Vorjahr bei einer Veranstaltung in Hallwang beobachtet werden, wo ein Weiblein mittleren Alters durch Auslegen von Taschentüchern, Handschuhen und Hauben eine komplette Sitzreihe knapp vor der Bühne für ihre Freundinnen reservierte und diese Plätze bis kurz vor Veranstaltungsbeginn wehrhaft verteidigte.
Ich appelliere an die Veranstalter, derartige Unsitten abzustellen oder schon in der Ankündigung einer Veranstaltung darauf hinzuweisen, dass man dort ohnehin nur mehr eine Auswahl an minderwertigen Sitzplätzen belegen kann.

Martin Gasser, 5202 Neumarkt

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