Leserbrief

Unterpreisigkeit der Förderungen der Grundstücke

Wie Recht sie hat, die Frau Landesrätin Andrea Klambauer: "Der Hebel sind immer die Preise der Grundstücke", aber nicht der erzielbare Grundstückspreis ist schuld, sondern die Unterpreisigkeit der Förderungen der Grundstücke und Erschließungskosten der WBF, die seit Jahrzehnten nicht indexiert wurden.

Laut Rechtsvorschrift für WBF-VO 2015 i.d.F vom 150720 [wohlgemerkt] unter
§15 Grund-und Aufschließungskosten zu 1. Stadt Salzburg sieht vor 700 Euro je m² förderbare NF = Nutzfläche die mittlere Wohnung hat eine NF von 75m²
somit 75x700 = 52.500 Euro anteilig förderbare Kosten je WE.

Jetzt die Annahme eines Baugrundstückes mit 5.000 m², die bauliche Ausnutzbarkeit auch Geschoßflächenzahl = GFZ genannt laut § 14 liegt in der Stadt Salzburg z.B. bei Laubengangerschließung bei 0.7 somit 5.000 x 0.7 = 3.500 GFZ / verbaubare Bruttogeschoßfläche = BGF für die Normwohnung von NF 75 m² hat eine BGF von 95 m²/WE somit 3.500 / 95 = ca 37 Wohneinheiten = WE
Jetzt nehmen wir die 37 WE mal die 52.500 Euro erzielbar Förderung/WE, dann landen wir bei Grundstückskosten von 1.942.500 Euro und wenn wir nun die 1.942.500 / 5000 m² Baugrundstk dividieren, erhalten wir einen förderbaren Grundpreis inkl Aufschließungskosten [!] in der Stadt Salzburg von erstaunlichen 388.50 € /m² und wenn es die doppelte Dichte mit GFZ = 1.4 wäre, wären das 388.5 x 2 = 777 Euro; um diesen Betrag ist in der Stadt Salzburg kein einziges Grundstück mehr zu haben [im Übrigen wird in Anif bereits 1.000 Euro und mehr für den m² bezahlt].
Also Frau Kklambauer der wirtschaftliche "Patschn" liegt alleine bei der WBF und bei Ihnen.
Beispielrechnung mit GFZ 2.0 und Baugrund wie vor
5.000 x 2.0 = 10.000 / 95 = 105 WE x 52.500 = 5.512.500 / 5.000 = 1.102.50 Euro/m² Baugrund, dann wären wir dabei.

Architekt em DI Christian Hirl, 5081 Anif

Aufgerufen am 17.01.2022 um 08:33 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/unterpreisigkeit-der-foerderungen-der-grundstuecke-90675298

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