Leserbrief

Unterstützung der Rückkehr in den Beruf

Die emanzipierte und arbeitende Frau ist eine Bedrohung für unsere männerdominierte Gesellschaft. Da kommt das Berndorfer Modell gerade recht. Es fördert das traditionelle und veraltete Frauenbild vom Heimchen am Herd: Die Frauen sollen möglichst viele Kinder bekommen und sich dem Mann unterordnen. Sie übernehmen die Betreuungsarbeit und bleiben so abhängig vom Partner bzw. vom Fortbestand einer Ehe. Ein Wiedereinstieg in das Arbeitsleben wird noch schwerer. Vor allem Mütter aus dem Niedriglohnbereich werden von der Prämie anfangs begeistert sein - bis sie erwachen, weil ihnen später Altersarmut und sozialer Abstieg drohen. Für die Gemeinde selbst ist die Prämie ein klarer Vorteil. Sie kommt deutlich billiger als Betreuungsplätze. Das Ziel muss es aber sein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Die Rückkehr in den Beruf muss unterstützt und nicht die Babypause in die Verlängerung geschickt werden!


Christine Höll, 5020 Salzburg

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