Leserbrief

Ureigenste Entscheidungen jedes Menschen

Der Chef der österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres, sprach sich auf Ö1 wegen der geringen "Durchimpfungsrate" für verpflichtende Impfungen gegen Masern, Grippe usw., aus. Verweigerer sollten u.a. mit der Kürzung der Sozialhilfe bestraft werden. Was fällt denn diesem abgehobenen Apparatschik da ein, sich in einerseits ureigenste Entscheidungen jedes Menschen und andererseits in die Politik einzumischen. Er war sicherlich noch nie in seinem Leben von Leistungen wie Sozialhilfe abhängig, ohne die es längst schon Aufstände gegen die immer krasser werdenden Auswüchse des herrschenden Turbo-Kapitalismus geben würde; und außerdem wirken solche Äußerungen sehr anrüchig von wegen einer gewissen "Nähe" zur Pharma-Industrie. Es ist traurig, aber scheinbar herrschender Usus, dass es Ärzte gibt, die für solche unseriösen und "belohnbaren" Wortmeldungen zur Verfügung stehen. Außerden sei Herrn Szekeres noch einmal in Erinnerung gerufen, dass er einem Eid unterliegt, der ihn verpflichtet, Menschen zu helfen und nicht, um sie zu strafen!

Johannes Abl, 5084 Großgmain

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