Leserbrief

Utopie: Oberndorf in zehn Jahren

Wir schreiben das Jahr 2030. Zehn Jahre sind vergangen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Menschen haben durch die Krise einiges gelernt. Denn sie denken/handeln nicht mehr egoistisch, sondern der Zusammenhalt mit Mitbürgern/-innen und die Gemeinschaft wird wieder großgeschrieben. In meinem Heimatort Oberndorf werden nun keine Wohnkomplexe mehr gebaut, denn der/die Bürgermeister/-in hat nun verstanden, dass die Oberndorfer/-innen keine neuen Wohnungen wollen, sondern ihre Wiesen und Wälder behalten und der Ort keine weiteren Wohnsiedlungen verträgt.

Die jungen Menschen bleiben nun in Oberndorf, da die Stadt viel zu bieten hat. Wir gründen hier unsere Familien und führen ein schönes Leben auf dem "Land". Die schönen Erholungsgebiete wie die Wälder und die Au sind erhalten. Die Schulzentren sind heute noch beliebt und die Kinder der Umlandgemeinden besuchen unsere Schulen.

Durch einen Kreisverkehr und übersichtlichere Zebrastreifen kommt es zu weniger Unfällen. Die wenigen Bauern gibt es auch heute noch und den Bauernhof, den ich in meiner Kindheit immer besucht habe, zeigen ich nun meinen Kindern. Auch heute noch besuchen viele Menschen die Stille-Nacht-Kapelle und in den letzten zehn Jahren hat Oberndorf kein tragisches Hochwasser aufgesucht. Die wunderschönen Schifferhäuser in der Uferstraße wurden restauriert und darin ein Museum über die Geschichte der Schiffer Oberndorfs gegründet.


Leonie Ponner, 16 Jahre, 5110 Oberndorf

Aufgerufen am 21.10.2020 um 03:32 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/utopie-oberndorf-in-zehn-jahren-89186974

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