Leserbrief

Verbesserungen für das Wohl der Kälber

Zu "Käse, Kälber und Tiertransporte" vom 2. 4.:
Den in der Überschrift genannten und am 2. 4. im Lokalteil veröffentlichten Artikel möchte ich nicht unkommentiert lassen.
Das Problem mit den viel zu weiten und langen Tiertransporten bzw. im konkreten Fall Kälbertransporten wurde zwar recht klar und sachlich dargestellt, trotzdem fehlen im Artikel mögliche Lösungsvorschläge. Deshalb dazu nachstehend meine Anregungen für ein kleines bisschen Weltverbesserung:
1. Eine in Österreich vorherrschende Lebensmittelhandelskette erbarmt sich der Stierkälber und ruft ein ähnliches Projekt, wie bereits 2016 schon mit den Gockeln geschehen, ins Leben.
2. Bei keinem beliebt, aber irgendwie trotzdem bewährt: Förderungen. Milchrassestierkälber wachsen bedeutend langsamer und setzen weniger Fleisch an als Fleischrassekälber. Diese Differenz könnte mittels Geldzuschüssen der Politik ausgeglichen werden, um so für die Kälbermast auf heimischen Betrieben Anreize zu schaffen.
3. Der Konsument redet mal nicht nur vom Tierwohl, sondern macht auch wirklich mal was dafür, nämlich einen höheren Preis für Kalbsfleisch zu bezahlen. Studien zeigen, dass der Konsument zwar bei Befragungen angibt, für eine gute Fleischqualität und für mehr Tierwohl mehr bezahlen zu wollen. Im Supermarkt wird aber leider dann tatsächlich doch großteils immer noch zum sog. Billigfleisch gegriffen.
Wäre ich Veganer, würde ich als 4. Punkt noch den Milchproduktekonsum an sich hinterfragen. Bin ich aber nicht.
Deshalb in diesem Sinne, ein kleiner Schritt für den Einzelnen, aber ein großer Schritt für die Kälber!

Ing. Sandra Weißl, 5203 Köstendorf

Aufgerufen am 23.10.2020 um 06:47 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/verbesserungen-fuer-das-wohl-der-kaelber-68337838

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