Leserbrief

Verkehrslösungen erfordern ein Miteinander

Lösungen der großen Verkehrsprobleme in der Landeshauptstadt Salzburg und seiner Umgebung, immerhin ca. 1,5 Millionen Einwohner im Umkreis von 70 km (Flachgau, Tennengau, Salzkammergut, angrenzendes Oberösterreich, angrenzende Landkreise in Bayern: Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim und Chemie-Dreieck sowie Einzugsgebiet Innergebirg) wird man nur zusammen erreichen.

Die Stadt Salzburg, die Landesregierung, die Umlandgemeinden, die benachbarten Bayern und Oberösterreicher sowie der Verkehrsverbund und die Salzburger Verkehrsanbieter müssen einig sein, wenn sie eine Verkehrslösung wollen, mit der man die Ein- und die Auspendler zum freiwilligen Umsteigen auf den Öffentlichen Verkehr (ÖV) bringen will.

Nur ein schnelles Verkehrssystem, welches mit seiner Hauptachse Nord-Süd nicht im Stau zwischen den Stadtbergen und der Salzach fährt/staut, sondern keine Zeit verliert, kann das leisten. Unsere Lokalbahn, eine Regionalstadtbahn (bzw. "Überland-Straßenbahn" wie man früher gesagt hat) fährt jetzt schon staufrei,
unterirdisch unter den Südtirolerplatz/Bahnhof und bis zum Nelböck-Viadukt.
Mit nur einer kurzen Verlängerung ist man beim Mirabellplatz, mit einer Aufgangsmöglichkeit am Makartplatz in der Innenstadt.

Wenn alle derzeit zum Bahnhof fahrenden Eisenbahnlinien (S2, S3 sowie die Stiegl-Bahn und eine mögliche Messe-Stadtbahn) mit der S1 hineingeführt werden, schafft man eine enorme Angebotssteigerung im ÖV.

Wenn die Option für eine Verlängerung, unterirdisch nur bis in den nördlichen Bereich der Alpenstraße, dann oberirdisch nach Süden: Anif und Landessportzentrum, Grödig und Hallein (Berufsschulen) aufrecht bleibt, kann noch eine weitere Verbesserung des Angebots für Pendler, Einheimische und Besucher der Stadt erreicht werden.

Unsere Obusse, Albus-Linien und Regionalbusse braucht Salzburg weiterhin zur Vernetzung in der Fläche.

Nur miteinander können wir das schaffen!

Ing. Josef Weiser, 5020 Salzburg

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