Leserbrief

Verkehrspolitik im Wahlkampf

Die Verkehrspolitik in Salzburg ist ein schwieriges Kapitel und es gibt keine langfristigen, tragfähigen Lösungen. Nun den Wahlkampf zu missbrauchen, um das Neutor für den Individualverkehr zu schließen, ist eine politische Chuzpe der drei handelnden Parteien.
Es kann aber auch nicht sein, dass Herr Bgm. Preuner die demokratische politische Entscheidung akzeptiert und hofft, mit dem neuen Gemeinderat das Ganze wieder zu drehen.
Demokratie in der Stadtpolitik kann es meines Erachtens nur geben, wenn Verkehrskonzepte mit einer Bürgerbefragung entschieden werden.
Die Schließung des Neutors ist eine reine Verlagerung der Verkehrsmisere auf das Nonntal, Mülln und Lehen. Sollte man da nicht einmal über die heiligen Kühe der Stadtbusse nachdenken, die mit Minimalauslastungen die größten Stauverursacher an sich sind? Die Bürglsteinstraße und die Staatsbrücke werden täglich nur von diesen unausgelasteten Bussen zur Stauzone, nicht vom Individualverkehr der (ebenfalls unausgelasteten) Pkw!
Verkehrsberuhigung in der Altstadt ja, aber mit Konzepten, mit Einbindung der Bürger und der Wirtschaft und nicht als ev. Wahlkampfentscheidung. Dafür ist unsere wunderschöne Stadt wirklich zu schade.


Andreas G. Gressenbauer, Immobilientreuhänder, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 26.10.2020 um 10:15 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/verkehrspolitik-im-wahlkampf-66044455

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