Leserbrief

Vernichtung des Fischbestands

Dem Leserbrief von Dr. Josef Wimmer zum Thema "Fischmangel in Gewässern" vom 29. Februar 2020 ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht die Frage - warum ist das so? Sind die Grünbewegten im Europäischen Rat oder in der Europäischen Kommission wirklich so stark, dass sie derartige widernatürliche Regelung so im Vorbeigehen durchsetzen können? Oder ist es vielleicht doch die Lobby der Wirtschaftswachstums-Fetischisten, die dafür sorgt, dass ein guter Fisch nur der ist, der mit viel Aufwand in industriell geführten Fischmastanlagen produziert und dann tiefgefroren bei den Lebensmittelkonzernen gekauft werden kann? Also erst dann etwas wert ist, wenn er die ganze Wertschöpfungskette durchlaufen hat und zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts seinen Teil beigetragen hat? Selbst das bisschen "Nahversorgung" aus unseren Bächen wird abgedreht, weil sie nicht auf dem Markt stattfindet.

Da werden dann etwas übermotivierte Grünbewegte an die Front geschickt, damit sie das Geschäft der Kapitalisten erledigen. Genauso wie bei der Kleinkindbetreuung. Die ist auch nur dann etwas "wert", wenn sie institutionalisiert, familienextern von "Professionisten/-innen" erledigt, mit 1000 Euro pro Kleinkind und Monat mit öffentlichen Mitteln unterstützt und damit auf den Markt ausgelagert wird. Da werden linksbewegte Feministinnen an die Meinungsbildungsfront geschickt, die das Geschäft der Kapitalbosse erledigen. Die lehnen sich genüsslich zurück und lachen sich ins Geldbörsenfäustchen und sehen zu, wie sich ihr Euro dreht und damit vermehrt. So weit, so schlecht.


Dr. Josef Guggenberger, 5165 Berndorf

Aufgerufen am 27.09.2020 um 10:37 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/vernichtung-des-fischbestands-84373417

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