Leserbrief

Versorgungssicherheit oder was?

Die Versorgungssicherheit in nachhaltigen Grenzen brauchen wir überall und immer, damit wir in Harmonie und Frieden miteinander leben können. Dies gilt auch für die Energie und somit für den Strom. Es ist somit nicht nur das Recht vom Verbund dies zu gewährleisten, sondern sogar seine Pflicht, und daran gibt es nichts zu rütteln.

Eine intakte Natur und gesunde darin wirkende Menschen brauchen wir allerdings auch, für die obige Harmonie. Der Erhalt dieser Umwelt in seiner Unversehrtheit ist ein fundamentales Menschenrecht und daran ist auch nicht zu rütteln.

Betrachten wir einmal ganz sachlich die 380-kV-Stromautobahn durch Salzburg. Was spielt in dieses Projekt davon alles herein? Die Versorgungssicherheit auf der einen Seite, aber auch die gesunde Umwelt in ihrer Unversehrtheit für alle Menschen in Nah und Fern auf der anderen. Da sollte es doch nicht so schwer sein, dafür einen gemeinsamen Nenner zu finden. Das möchte man meinen.

Das Problem liegt hier allerdings nicht im Detail, sondern auf der, von uns abgewandten Seite der Versorgungssicherheit. Wenn man nämlich dieses Blatt wendet, kommt auf einmal die Gewinnmaximierung in den Vordergrund und schon ist es um den gemeinsamen Nenner geschehen.

In dieser Gewinnabsicht auf der Kehrseite haben nämlich der Schutz der Umwelt und die Bewahrung der Gesundheit von Mensch und Tier keinen Platz mehr. Dieses zerstörerische Herangehen der Konzerne darf uns allerdings das oben angeführte Recht auf Unversehrtheit nie und nimmer aushebeln.

Die Erhaltung der Schöpfung ist von allen einzufordern und dem haben wir unser ganzes Tun unterzuordnen, ansonsten werden wir den Planeten Erde gegen die Wand fahren.

Liebe Volksvertreter in Salzburg, aber auch in Wien: Jetzt seid Ihr an der Reihe, denn das Aufeinandertreffen dieser engstirnigen und zerstörerischen Gewinnabsichten und das unverrückbare Recht nach einer intakten Umwelt ist nur mehr politisch zu lösen.

So war es auch in Hainburg. Dort hat auch die Politik den Knoten aufgeschnürt und heute sind wir froh darüber, dass Menschen mit Zukunftsvisionen uns einen für alle Seiten gangbaren Weg gezeigt haben.

Daher meine abermalige Bitte an alle Beteiligten in der 380-kV-Salzburg-Causa: Treten wir einen Schritt zurück, suchen wir einen gemeinsamen Nenner und "FAIR"kabeln wir uns.


Alois Mösl, 5201 Seekirchen

Aufgerufen am 17.10.2021 um 12:42 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/versorgungssicherheit-oder-was-83637631

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