Leserbrief

Viel beworbene Zusatzpensionen

Sehr geehrter Hr. Ainz,

zu Ihrem Leserbrief vom 14. 2. 19 kann ich nur zustimmen und noch Folgendes, Persönliches hinzufügen. Mir ist als über 80-jährigen im Zeitraum des damaligen Bundeskanzler Josef Klaus Ähnliches widerfahren. In den 60er Jahren wurde ich von einer sehr sozialen Firma als Angestellter aufgenommen und arbeitete dort bis zu meiner Pensionierung. Ich verdiente gut und habe mich als junger Mitarbeiter schon für meine spätere Pensionszeit interessiert.
Von der damaligen Firma bekam ich nach ein paar Jahren die Zusicherung auf eine Betriebspension und vom damaligen Betriebsrat das Angebot einer für mich kostenpflichtigen Gruppen-Zusatz-Krankenversicherung bei der "Collegialität" mit Eintritt zur "GPA".
Ich bin beigetreten und musste nach Jahren beginnend einen dreimaligen Wechsel der Versicherung, organisiert durch den jeweiligen Betriebsrat zustimmen.
Inzwischen bin ich bei der Gruppenversicherung der "Collegialität" von AS 90,00 monatlich auf über 300,00 Euro monatlich mit einem Selbstbehalt von 750,00 Euro jährlich bei "UNIQA" angekommen. Die Zusatzpension, als normaler Mitarbeiter, erhielt ich ein Jahr nach der Pensionierung ordnungsgemäß und erhalte diese noch bis heute. Durch meine langjährige Arbeitszeit und Einzahlung der Sozialabgaben bekomme ich eine gute ASVG - Pension.
Durch meine, von mir auch mitfinanzierte, Zusatzpension werden mir vom Finanzamt ca. 41 % Steuern abgezogen, sodass ich gerade noch die monatliche Gruppen-Zusatz-Krankenversicherung bezahlen kann!
Von vielen Leuten muss man sich auch noch den Vorwurf, die Gesellschaft zu belasten, gefallen lassen.
An einen Sozialstaat für die ältere, einheimische Bevölkerung kann ich nicht mehr glauben!


Adolf Egger, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 01.11.2020 um 02:41 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/viel-beworbene-zusatzpensionen-65783692

Schlagzeilen