Leserbrief

Viel Positives für Salzburg erreicht

Nun wurde der Rad- und Gehweg von der Hellbrunner Straße zum Freisaalweg nach Richard Hörl (1939-2019) benannt. Diese Wertschätzung wurde leider erst nach seinem Tod durchgeführt. Ich denke aber, er hätte sich trotz seiner Bescheidenheit darüber gefreut. Richard Hörl hatte in den Siebzigerjahren mit den Initiativen "Schützt Salzburgs Landschaft" und "Rettet Freisaal" die Verbauung der Hellbrunner Allee verhindert. Als Gründer der Bürgerliste zog er 1977 mit Herbert Fux (1927-2007) in den Gemeinderat.

Durch deren erfolgreiche Arbeit bekamen die beiden am 3. Oktober 1982 17 Prozent, einen Stadtratsposten und sieben Mandate. Die Altstadterhaltung, Bürgerrechte und der Schutz der Stadtlandschaften waren Hörl immer ein großes Anliegen. Bei der Aktion "Rettet unser Grünland" unterschrieben 12.666 Salzburger - 2008 wurde die Grünlanddeklaration im Stadtrecht verankert. Die Aktion "Direkte Demokratie" mit jahrelanger Verhandlung wäre ein krönender Abschluss in seiner aktiven Tätigkeit gewesen. Leider wurde es von einigen Politikern am Ende doch noch abgeschmettert und seine Enttäuschung war sehr groß. Doch was er für Salzburg erreicht hatte, war so viel Positives, dass man ihn nie vergessen wird. Sein "Weg" war der richtige!

Gerlinde Kadir, 5020 Salzburg

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