Leserbrief

Vielen Dank für Versorgung

Am 25. August habe ich den für mich dümmstmöglichen Fahrradsturz verursacht und Glück über Glück dabei gehabt: Haunspergstraße, einmal abbiegen und ich bin daheim, und dann falle ich und spüre wie meine Zähne, leicht geschützt durch die Oberlippe, gegen den Randstein schlagen. Zwei, drei Autos hinter mir ein Rettungswagen, die Sanitäter springen heraus, versorgen meine Wunde, reden mir gut zu, da kommt auch schon der Polizeiwagen, auch die beiden Beamten reden freundlich auf mich ein: Ich solle mich setzen, in den Schatten - es ist gegen halb drei und ziemlich heiß - gehen. Wir warten noch auf den Verkehrspolizisten und einen anderen Rettungswagen, der mich dann ins UKH bringen wird.
Dort warte ich natürlich lange, komme zum Arzt, zum Röntgen und zur Wundversorgung. Auch die Menschen dort: freundlich ohne Ende und professionell wie nur. Mein Dank an alle. Und besonders an den einen Polizisten, der meinte: "Mit Helm wäre das nicht passiert." Mein "Aber der Helm hätte meine Zähne nicht geschützt." pariert er wie aus der Pistole geschossen mit: "Ja, aber der Wind hätte den Helm nie vom Kopf geweht."
Denn so ist die ganze Sache passiert: Ein Windstoß reißt mir die Schirmkappe, sie hat mir viele Jahre gute Dienste geleistet, vom Kopf, meine rechte Hand will nach ihr schnappen, während meine Linke den Lenker so verreißt, dass sich das Vorderrad querstellt. Zehn Jahre Fahrradfahren in Salzburg, tagein tagaus. Und nun solch ein Sturz. Wie viel Glück ich wohl im letzten Jahrzehnt gehabt hab? Danke nochmal an alle, die mir nach dem Sturz geholfen haben.


Gerhard Grabner, 5020 Salzburg

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