Leserbrief

Von Zuckerln kurz vor der Wahl

Jetzt ist es also wieder passiert, im letzten Moment wird von einigen Parteien ein Vorhaben als sogenanntes Wahlzuckerl präsentiert. Man muss sich nur an den unseligen Beschluss von Ex-Kanzler Kern, den Pflegeregress abzuschaffen, ohne die geringsten Begleitmaßnahmen zu schaffen, erinnern. Unter dem leidet der gesamte Pflegeberuf bis heute. Es gehört ein für alle Mal festgelegt, dass kurz vor Wahlen keine Maßnahmen gesetzt werden dürfen, die die neu gewählte Regierung dann ausbaden muss. Da kann ich mich dem "Standpunkt" von Hermann Fröschl vom 19. Februar vollinhaltlich anschließen.
Wieder so eine überfallsartige Ankündigung ohne das geringste Konzept dazu. Was da als Umwegverkehr in Mülln und in der Sinnhubstraße dazukommt, ist fatal. Der Herr Padutsch hat es im letzten Moment geschafft, ein Kuckucksei zu legen, und zwei Parteien sind darauf hereingefallen. Diesmal wird der Schuss aber nach hinten losgehen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese jämmerliche Vorgangsweise von den Wählern positiv aufgenommen wird. Somit kann ich Herrn Bürgermeister Preuner zu dieser kostenlosen Wahlwerbung nur gratulieren, mit der Neuzusammensetzung des Gemeinderats wird dann wieder Vernunft einkehren.


Erwin Eisenköck, 5020 Salzburg

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