Leserbrief

Wachstum im Tourismus

Zum Leserbrief in den SN vom 6.12.18: "Mehr Qualität statt Quantität":

Frau Totschnig hat die Probleme über das ungebremste Wachstum im Tourismus auf den Punkt gebracht.

Ergänzend ist noch anzumerken, dass die EU und auch die Nationalstaaten es weder in den nächsten Jahren oder überhaupt jemals schaffen, globale Firmen zur Kasse zu bieten.
Die Onlineanbieter, die die Vermarktung unserer Betten zum Großteil beherrschen, bezahlen keine Steuern in Österreich und auch keine Tourismusabgabe laut Salzburger Tourismusgesetz. Eine Fahrschule und ein Bestattungsunternehmen, die zweifelsohne keinen Nutzen aus dem Tourismus haben, müssen den Fremdenverkehrsförderungsbeitrag bezahlen. Der größte Nutznießer des Salzburger Tourismus - z.B. booking.com - zahlt keinen Cent. Das ist ungerecht und völlig unverständlich.
Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung darauf reagiert und das Gesetz entweder reformiert oder gänzlich abschafft, wenn keine Abgabengerechtigkeit hergestellt werden kann.
Warum widmet sich die Opposition nicht diesem Thema?
Ungerechtigkeit trifft den Nerv der Bevölkerung mehr als das Kopftuchverbot, ob 130 oder 140 auf der Autobahn und die unterste Schicht der Bevölkerung als Nutznießer hinzustellen. Die wahren Ausnützer sind weiter oben in der Gesellschaft anzutreffen, bei denen, die sich's richten können.


Barbara Ortner, 5442 Rußbach

Aufgerufen am 06.12.2020 um 02:50 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wachstum-im-tourismus-62352142

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