Leserbrief

Walsertal, die dritte Spur!

Dass sich Österreich von Seehofer wie ein Bär durch die Manege führen lässt, ist schon erstaunlich. Die dritte Spur am Walserberg, der "Seppel Checkpoint" auf der Saalachbrücke nach Freilassing, - alles Kontrollpunkte, die bis weit in den Kosovo bekannt und somit ziemlich nutzlos sind. Jeder, der sich mit Google-Earth auskennt (und das sind sehr viele) weiß, wo die kleinen Saalachbrücken und sonstige unbewachte Grenzübergänge zu finden und wie sie erreichbar sind.
Es findet auf Kosten der Steuerzahler und Sicherheitskräfte in unregelmäßigen Abständen an den beiden Grenzübergängen eine Politposse statt, die nicht mehr vertretbar ist. Hier wird in der lokalen Presse jede gefundene Tüte Gras als Schlag gegen die Rauschgiftmafia hochgejubelt, jeder illegal Einreisende als Opfer eines Menschenhändlerrings definiert. Es wird höchste Zeit, dass die EU diese Showveranstaltungen beendet und sich die Sicherheitskräfte wieder auf die polizeibekannten Hotspots in den Städten konzentrieren und dort wieder effektiver arbeiten können. Zusammengefasst, nicht nur die dritte Spur, sondern das ganze Kontrollsystem ist so überflüssig wie ein Kühlschrank am Nordpol.

Wolfgang Steckhan, D-83404 Ainring

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