Leserbrief

Warten, bis es zu spät ist?

Da findet man im Großarltal nach monatelangem Suchen endlich einen bestens ausgebildeten, jungen, ambitionierten Arzt, der bereit ist, eine Landarztpraxis zu führen, der sesshaft wird, sich im Vereinsleben engagiert und zum Segen für unser Tal wird.

Und dann, ein paar Jahre später, als das Arbeitsausmaß für den Arzt mangels fehlender zusätzlicher Arztpraxen immer größer wird, lässt man ihn bei einem enorm wichtigen Thema, das uns alle betreffen sollte, im Regen stehen.

Es geht um die so notwendige frühere Pistensperre im Skigebiet Großarl.

Da kündigt ein besorgter Angestellter der Bergbahnen seinen Job, weil er die Verantwortung nicht mehr übernehmen kann und will, da stehen Pistenraupenfahrer unter einem enormen psychischen Druck, da kommt es beinahe zur Katastrophe. Und da engagiert sich unser Arzt für eine sinnvolle und gute Lösung und sucht das Gespräch.

Und was macht die Politik, was machen die Vereine? Sie fühlen sich in dieser Sache nicht zuständig und unterstützen den Arzt in keiner Weise. Muss erst ein tragischer Unfall passieren, damit etwas geschieht?

Für fast alles gibt es in Österreich Gesetze und Vorschreibungen, warum kann hier die Politik nicht Einfluss nehmen? In anderen Skiorten ist das sehr wohl möglich! Ich weiß, Geld regiert die Welt und der Gast ist König. Aber - wo ein Wille, da ein Weg!


Brigitte Rohrmoser, Volksschuldirektorin in Ruhe, 5612 Hüttschlag

Aufgerufen am 05.12.2021 um 11:36 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/warten-bis-es-zu-spaet-ist-84044095

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