Leserbrief

Warum Fridays For Future die Straßen zumüllen

Am 15. 3. 2019 fand der erste globale Klimastreik statt. Wer sich noch daran erinnern kann, es war ein kalter und nasser Tag im März. Nach dem Demomarsch waren die bunten Streikschilder, die die Teilnehmer aus Pappe gebastelt hatten aufgrund des Regens aufgeweicht und durchnässt und wurden im Anschluss in den umliegenden öffentlichen Mistkübeln entsorgt. Leider ist der ein oder andere Mistkübel aufgrund der regen Teilnahme übergegangen und die Reporter haben mit Negativschlagzeilen reagiert.

Auch die Diskussion darüber, dass die Jugendlichen ja selber Handys haben und nicht klimafreundlich leben, lenkt nur vom eigentlichen Thema ab. Fakt ist, dass in unseren Breitengraden niemand zu 100 Prozent klimaneutral lebt. Und die Handys haben die Jugendlichen in den meisten Fällen von uns Erwachsenen.

Wir sollten uns lieber fragen, was das 1,5 Grad Ziel oder Klimagerechtigkeit bedeutet und was wir tun müssen, um diese Ziele zu erreichen, anstatt uns über individuelle Verhaltensweisen einzelner Jugendliche aufzuregen oder uns damit zu beschäftigen, was Greta Thunberg in ihrer Freizeit tut.

Viele Leute gehen am Sonntag in die Kirche und sind auch nicht frei von Sünden. Man darf auch für Klimaschutz demonstrieren gehen, obwohl man noch nicht 100%ig klimafreundlich lebt.

Julia Tillmann, 4656 Kirchham

Aufgerufen am 18.01.2021 um 09:36 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/warum-fridays-for-future-die-strassen-zumuellen-80302909

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