Leserbrief

Was darf Kunst?

Mit großem Missfallen habe ich den Beitrag über die Ausbringung von 20 Tonnen Moor aus Leopoldskron für eine Aufführung des Landestheaters gelesen. Wie kommt man dazu, bestes Bodenmaterial, wertvollsten CO2-Speicher, in Zeiten der Klimakrise für einige Vorstellungen zu verschwenden? Hat sich niemand Gedanken über diesen Schwachsinn gemacht? Wo bleibt der Natur- und Umweltschutz? Darf man alles der Kunst opfern? Gerade wurde in Deutschland Herrn Joosten, einem hochrangigen Moorexperten, der Umweltpreis verliehen. Er macht allen klar, wie wertvoll und bei uns selten guter Moorboden ist.

Auch wenn der Moorboden nach den Aufführungen einem natürlichem Kreislauf zugeführt wird, ist er mit mit seiner herausragenden Wirkung gegen die Klimakrise für immer verloren, denn Gartenerde oder Humus haben lange nicht diese positive Wirkung für unser Klima, wie Moorboden, welcher hunderte Jahre braucht, um entstehen zu können. Wir müssen alle aufwachen und etwas fürs Klima tun oder eben klimaschädliches Verhalten vermeiden, auch Kultureinrichtungen.


Dr. Eva Wimmer-Liko, 5321 Koppl

Aufgerufen am 15.10.2021 um 07:57 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/was-darf-kunst-110834521

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