Leserbrief

Was könnte uns sonst noch retten?

Eigentlich sollte uns allen, speziell in Europa, und vor allem auch in Österreich, das einst ein Vorreiter des Umweltschutzes war, bewusst sein, dass es nunmehr fünf nach zwölf ist und wir sehenden Auges in eine Klimakatastrophe steuern. Wenn die Entwicklung so weiter geht, dann wird schon die Lebensqualität unserer Enkel in Frage zu stellen sein. So wie sich die Situation im Bereich Umwelt und Klima darstellt, haben wir, aber vor allem unsere Lenker aus Politik, Wirtschaft und Gemeinwesen, keine wirklichen Ideen, wie es zum Wohle unserer Erde und ihrer Bewohner, weiter gehen könnte. Egal ob Plastikmüll, Fischsterben, Erderwärmung, CO2 Ausstoß usw., es sind keinerlei Anzeichen einer Verbesserung zu erkennen. Solange wir unser Konsumverhalten nicht ändern, wird es auch zu wenig Anreize für Politik und Wirtschaft geben. Derzeit gibt es in Österreich, von den führenden Parteien nur Lippenbekenntnisse seitens wahlwerbender Politiker. Die Erkenntnis, dass ständig wachsendes Wirtschaftswachstum für den Umweltschutz kontraproduktiv ist und eigentlich niemandem, außer den Wirtschaftstreibenden selbst, etwas nützt, gibt es praktisch nicht. Solange nicht jeder Einzelne auf Dinge, die umweltschädigend sind, verzichtet, wird sich nicht viel ändern. Daher müssten wir de facto durch entsprechende Gesetze dazu gezwungen werden! Derartige Verbote würden für Entrüstung sorgen: Es gibt keine Autos mehr, die schneller als 120 km/h fahren. Flugreisen zu Urlaubszwecken werden verboten! Kreuzfahrtschiffe werden aus dem Verkehr gezogen. Die Fisch- und Fleischproduktion wird eingeschränkt. Die Weltbevölkerung wird durch Geburtenregelung auf die Hälfte dezimiert. Orwell lässt grüßen! Aber was könnte uns sonst noch retten?

Franz Unterholzner sen., 5020 Salzburg

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