Leserbrief

Was wir können, sollen, dürfen ...

Dass Bildungsminister Faßmann eine Vorliebe für Modalverben hat, konnte er in den letzten Tagen unter Beweis stellen.

Es ist erstaunlich, was man in der Schule nun alles darf, kann, soll. Dass die Bildungsschere durch einen weiteren Lockdown nicht noch mehr auseinanderklaffen darf, muss eingesehen werden. Dass eine Pandemie schwer planbar ist und es zu Missverständnissen und Unklarheiten kommen kann, darf akzeptiert werden.

Aber Lehrerinnen und Lehrer, die in den vergangenen Lockdowns hart daran gearbeitet haben, das System aufrecht zu erhalten, die kurzfristig Lernpakete erstellt haben, die online oder in hybrider Form unterrichtet haben und zusätzlich noch Kinder betreut haben, die nicht zu Hause lernen konnten, mit ihnen gearbeitet und sie unterstützt haben, zu verhöhnen, indem man ihnen unterstellt, in der Betreuung sei nur "ohne Inhalt" gespielt worden, das darf, soll, kann man nicht so stehenlassen, denn "das geht letztlich auch nicht."


Mag. Lisa Körner, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 27.01.2022 um 07:38 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/was-wir-koennen-sollen-duerfen-112935238

Schlagzeilen