Leserbrief

Wehret den Anfängen unsolidarischen Verhaltens

Dass uns die Pandemie-Schübe vor immer neue Aufgaben stellen, sollte mittlerweile allen klar geworden sein. Eine Herausforderung ist es, dauerhaft bei allen Bürgern das Bewusstsein ihrer subjektiven Verletzlichkeit zu schaffen. Immer breitere Kreise lehnen jedoch die Vorgaben der Regierung ab. Gegen die Maßnahmen der Regierung zur Pandemie-Bekämpfung wurde am letzten Wochenende sogar in Wien demonstriert. Man wolle seine Freiheit haben: ohne Mund-Naseschutz, ohne Abstand und stets umgeben von vielen Freunden.
Durch Nicht-Einhalten staatlicher Regeln zur Virusbekämpfung könnten in Österreich die Infektionszahlen wieder dramatisch ansteigen. Weitere Arbeitsplätze könnten verloren gehen, wirtschaftliche Produktivität sinken, Steuereinnahmen des Staates schrumpfen. Eine für uns alle betrübliche Lage, denn binnen Jahresfrist könnten finanzielle Unterstützungen durch den Staat schwerer, eines Tages sogar unmöglich werden. Durch ihr unsolidarisches Verhalten bereiten Demonstranten bereits jetzt zukünftige soziale Verwerfungen vor. Sobald nämlich von der Regierung den Unterstützungsforderungen nicht mehr entsprochen werden kann, werden diese aggressiv von breiten Bevölkerungskreisen eingefordert. Also, wehret den Anfängen.


DI Dr. Helmut Malleck, 8992 Altaussee und 1170 Wien

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