Leserbrief

Weihnachten absagen oder ein Apfelbäumchen pflanzen?

Und wieder einmal hat es "Querschläger" Fritz Messner, ein von mir sehr verehrter Musiklehrerkollege, auf den Punkt gebracht: Vielleicht will das Kindl heuer gar nicht zu uns und unter unser Dach kommen? Wie sollte es auch?

Angesichts der offiziellen österreichischen Scheinheiligkeit, die im Brustton von sich gibt: "Wir haben ja eh . . .  und 2015 sowieso, und überhaupt ist es besser, vor Ort zu helfen" (um nicht weiter gestört zu werden, erinnert mich an "Wer klopfet an?").

Hätte der Herr Bundeskanzler statt oder meinetwegen auch neben seiner politischen Karriere je das Glück gehabt, das Reinhard Mey so einfühlsam in seinem "Mein Apfelbäumchen" besingt, nämlich ein neugeborenes eigenes Kind in seinen Armen zu wiegen und in einem solch kleinen unschuldigen Wesen ein Zeichen zu sehen, ein "Signal, den Weg weiter zu gehen . . . trotz bitt'rer Not und Überfluss zugleich, Herausforderung weiter zu besteh'n, wo vieles voller Zweifel, manches zum Verzweifeln ist . . . in einer Welt, die ziel- und ratlos treibt, die Kinder doch die einz'ge Hoffnung sind, die uns bleibt . . .".

Wäre dies Glück Herrn Kurz je zuteil geworden, müssten wir "Weihnachten heuer" nicht absagen, wir Österreicher könnten guten Gewissens Weihnachten feiern, denn wir hätten nicht nur viele unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Moria aufgenommen, sondern weit mehr getan!

Bitte hören Sie sich das Lied an, Herr Bundeskanzler!


Harald Teufl, 5201 Seekirchen

Aufgerufen am 29.11.2020 um 01:51 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/weihnachten-absagen-oder-ein-apfelbaeumchen-pflanzen-93318481

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