Leserbrief

Wenn Projekte an Einzelnen scheitern

Mit Erstaunen habe ich den Bericht über die empörten Landwirte entlang der Lokalbahntrasse gelesen (SN-Lokalteil vom 17. 3.). Wenn wir die Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten ernst nehmen, müssen wir unser jetziges Mobilitätsverhalten ändern, weniger mit dem Auto fahren, mehr mit Öffis und Fahrrad unterwegs sein. Natürlich braucht man für den von der Politik angekündigten begrüßenswerten Ausbau der Lokalbahn und des Radwegenetzes Flächen. Und natürlich muss mit Grundbesitzern gesprochen werden und sie müssen entsprechend entschädigt werden. Es kann aber nicht sein, dass solche Projekte, die im Interesse einer großen Zahl von Menschen liegen, am Einspruch Einzelner scheitern.

Beim geplanten Ausbau des Radwegenetzes im nördlichen Flachgau scheint das aber der Fall zu sein: Seit Jahren wird hier Großes angekündigt und noch immer gibt es zwischen Bürmoos und Eching und zwischen Eching und Oberndorf keine Radwege. Auf meine Nachfrage erklärte mir ein Bürgermeister, dass Besitzer ihren Grund nicht hergäben und man warte, bis die etwas von der Gemeinde wollten, d. h., die Radwegprojekte werden in 20 bis 40 Jahren verwirklicht. Bis dahin haben wir das Klima unserer Erde dann schon so aufgeheizt, dass der Kollaps nicht mehr aufzuhalten ist.

Mag. Helmut Seyss-Inquart, 5111 Bürmoos

Aufgerufen am 20.10.2021 um 07:25 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wenn-projekte-an-einzelnen-scheitern-101254039

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