Leserbrief

Widerspruch im Ernährungssytem

So viele Widersprüche enthält unser Ernährungssystem, dass es höchst an der Zeit für ein radikales Umdenken und Handeln wäre: Unser Land, das so fruchtbar ist, könnte sich selbst versorgen, stattdessen setzt die Politik nach wie vor auf Handelsabkommen, die es profitabler machen, Lebensmittel um die halbe Welt zu karren als im Inland zu produzieren.

Nur 58 Prozent des konsumierten Gemüses und 71 Prozent des Obstes stammen aus Österreich, in der Fleischproduktion hingegen stehen wir mit 109 Prozent über dem Eigenbedarf. Erschwerend kommt hinzu, dass die "Fleischindustrie" jährlich 500.000 Tonnen Soja für die Futtertröge unserer Kühe, Hühner und Schweine importiert. Dieses Soja stammt größtenteils aus Plantagen in Übersee, die dem Urwald abgerungen wurden.

Man könnte sagen, unsere Schweine grasen indirekt den Regenwald ab, damit wir so viel Fleisch essen können, dass es uns krank macht - eine wahre "Schweinerei"!


Erika Derler, 5071 Siezenheim

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