Leserbrief

Wie die Stadt Salzburg Kunststoffe sammelt

In den SN-Leserbriefen vom 12. 2. ("Gelber Sacke wird oft nicht abgeholt") und 18. 2. ("Gelber Sack nur bedingt sinnvoll") wird die Sinnhaftigkeit des gelben Sacks in Frage gestellt. Wie und warum die Kunststoffverpackungen in der Stadt Salzburg so gesammelt werden, hat einen Grund:

Hochwertige Kunststoffflaschen (z. B. Getränke-, Spülmittel-, Körperpflegemittel-, Ketchupflaschen aus Kunststoff) werden stofflich wiederverwertet, während minderwertigere Kunststoffverpackungen gemeinsam mit dem Restabfall verbrannt werden. In vielen Landgemeinden werden Kunststoffverpackungen gemeinsam im Gelben Sack gesammelt. Aus dieser gemischten Sammlung werden die stofflich verwertbaren Anteile aussortiert, die nicht stofflich verwertbaren gelangen zur thermischen Verwertung.

Der Unterschied ist, dass in der Stadt Salzburg die tatsächlich stofflich verwertbaren Anteile separat gesammelt werden und die nur thermisch verwertbaren Kunststoffabfälle (z. B. kleine Folien, Joghurtbecher, Obsttassen) gemeinsam mit dem Restabfall mitgesammelt und verbrannt werden. Unsere Vorgaben zur Abfalltrennung orientieren sich daran - jenes zu trennen, das stofflich verwertet wird und wofür noch keine bessere Sortierlösung existiert. Damit Abfalltrennung und Verwertung eben auch Sinn ergibt.

Dr. Jürgen Wulff-Gegenbaur, MBA, Amtsleiter Abfallservice, Stadt Salzburg Magistrat

Aufgerufen am 01.10.2020 um 07:15 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wie-die-stadt-salzburg-kunststoffe-sammelt-83746333

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