Leserbrief

Windstrom liefert viel Winterstrom

In einem Leserbrief habe ich vorige Woche (SN-Lokalteil vom 5. 3. 2022) für den Ausbau der Windenergie plädiert und belegbar argumentiert. Herr Mag. Aschenberger hat sich daraufhin in einem Leserbrief (7. 3. 2022) gegen den Ausbau der Windenergie ausgesprochen, und zwar mit Zahlen, die per se nicht falsch sind, aber am Kern des Themas Windenergie vorbeigehen.

Es ist richtig, dass Windkraftanlagen viel Beton und Stahl brauchen. Allerdings sind die Gesamtemissionen für Errichtung und Abbau im Verhältnis zur erzeugten Strommenge sehr klein (rund 12 g CO2 pro KWh auf Lebensdauer gerechnet; Wasserkraft 25 g, Photovoltaik 40 g, Gaskraftwerke 500 g ...). Mit einem Prozent des österreichischen Betonverbrauchs kann man jedes Jahr rund 100 große Windräder errichten und uns so Stück für Stück unabhängiger machen.

Photovoltaik ist super, aber leider nicht im Winter, wo auch die Wasserkraft etwas schwächelt. Biomasse brauchen wir zum Heizen, bei der Stromerzeugung wird sie wenig helfen. Windstrom liefert viel Winterstrom, den wir dringend brauchen. Bereits heute erzeugen Windräder im Winter ein Viertel des Stroms aus Wasserkraft.

Herr Aschenberger weist dann noch darauf hin, dass man die voest heute nicht auf Windstrom umstellen könnte. Das stimmt, ich habe es aber auch nicht vorgeschlagen. Dafür muss man den Stahlverbrauch reduzieren und effizientere Technologien finden.
Mag. Rudolf Frauenschuh

, 5101 Bergheim

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