Leserbrief

Wir brauchen tierartgerechte Lösungen

Den Stadttauben in Salzburg geht es nicht gut! Sie kämpfen ums Überleben und müssen unter artfremden Bedingungen leben. Nicht selten begegnet man geschwächten, abgemagerten Vögeln mit Verletzungen und verkrüppelten Beinen. Tauben sind keine Wildtiere und auf uns Menschen angewiesen. Ein Fütterungsverbot ist daher Tierquälerei. Tauben überleben in unseren Städten unter diesen erbärmlichen Lebensbedingungen selten länger als zwei Jahre, obwohl sie zwölf bis 15 Jahre natürliche Lebenserwartung hätten.

Artgerechte Nahrung für diese Vögel besteht aus Körnern. Folge der nicht artgerechten Nahrung ist der sogenannte Hungerkot, der in großen, flüssigen Klecksen absondert wird. Stadttauben brüten unabhängig von Jahreszeit und Nahrungsangebot. Das wiederum bedingt viel Leid. Zur Kontrolle der Vermehrung bedarf es eigens eingerichtete und von ehrenamtlichen Helfern betreute Taubenschläge. Diese kontrollierte Vermehrung und Fütterung bewirkt, dass sich die Taubenpopulation dezimiert und die Futtersuche in der Stadt wegfällt. Das Augsburger Modell ist die einzige artgerechte Lösung. Nutzen wir doch dieses
Wissen - gerade wenn es einen Fachmann wie Hans Lutsch von der Arge Stadttauben, gibt.


Andrea Hagn, 5400 Hallein

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