Leserbrief

Wo bleibt die Gerechtigkeit

Wenn jemand im Drogen- und Alkoholrausch ein Fahrzeug verwendet und einen schweren Unfall mit zwei Schwerverletzten in Schwertberg (eine Beteiligte mit lebenslangen Beschwerden) verursacht und dafür als Strafe sechs Monate bedingte Haft bekommt (die 1440 Euro Geldstrafe sind ja schon für das Drogendelikt und die Fahrerflucht viel zu gering), dann stimmt in unserem Rechtssystem etwas nicht. Der Verteidiger gibt an, der Beschuldigte kann sich an nichts mehr erinnern. Der Täter hat aber eine 18-jährige Frau zweimal überrollt und das zweite Opfer einige Meter mitgeschleift und dann Fahrerflucht begangen und musste von der Polizei ausgeforscht werden, dann ist das ein Hohn für die Rechtssprechung. Jeder der beeinträchtigt mit Alkohohl oder Drogen ein Fahrzeug lenkt, hat die volle Verantwortung vor dem Gesetz zu übernehmen, das müsste schon in der Fahrschule vom Gesetzgeber beauftragt gelehrt und im Gesetz verankert werden. Wie kommen die unschuldigen Opfer dazu, lebenslang zu leiden, weil ja der Täter nur sechs Monate bedingt zu erwarten hat. Mit diesem Strafausmaß wird es nie ein Umdenken geben, das sollte auch der ARBÖ und der ÖAMTC bedenken und mehr zu den Opfern helfen. Von der Politik ist aber leider auch keine wirkliche Verantwortung der Täter zu erwarten.

Heinrich Metz, 4810 Gmunden

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