Leserbrief

Wo bleibt kirchliche Solidarität?

Was hat Bettelei mit Aggression und Gewalt zu tun? Warum müssen die Franziskaner, die sich Jahr und Tag um Obdachlose, Hungernde und Armutsreisende bemühen, auch noch Ordnungsdienste leisten - und dafür vom zuständigen Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats ganz unsolidarisch im Stich gelassen werden? Pfarrer Alois Dürlinger, der als Referent von Erzbischof Franz Lackner (selbst Franziskaner!) gegen das von den Franziskanern geforderte erweiterte Bettelverbot auftritt, fällt dem Orden in Salzburg in den Rücken. Mit Aussagen wie "Betteln ist ein Menschenrecht" geht er am Problem vorbei, weil Störungen beim Gottesdienst, Behelligung der Beter in der Franziskanerkirche und Gewaltakte vor und im Kloster keineswegs ein Menschenrecht sind. Hier wäre auch vom Erzbischöflichen Ordinariat Solidarität angebracht - ganz im Sinne und zum Wohl der Bettler/-innen selbst, die für den geöffneten Speiseraum bei der Pforte sicher dankbar sind (wenn sie sich nur richtig zu benehmen wissen). Jeder kann zur Befriedung der Lage beitragen: wir schenken lieber Lebensmittel statt Geld.


Dr. Walburg Zecha, DDr. Inge Glaser, 5020 Salzburg

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