Leserbrief

Wolf willkommen?

Leider kann ich die von Herrn Kafka in den SN vom 1. 10. 2019 geäußerte Meinung mit dem Titel "Der Wolf ist willkommen" nicht unreflektiert stehen lassen. Selbstverständlich geht es in der Natur um Fressen und Gefressen-Werden. Jedoch liegt hier der Leserbriefschreiber mit dem Vergleich des Jagdverhaltens von Katze oder Bussard mit dem des Wolfs völlig daneben. Wenn praktisch alle Großraubtiere in freier Wildbahn nur jenes eine Stück erlegen, das sozusagen dem augenblicklichen Verzehr dient, so hängt dies u. a. mit der zumeist recht mühsam vorausgehenden Jagd auf die Beute zusammen.

Haustiere dagegen sind für den Wolf eine leichte Beute. Dazu kommt, dass sich der Wolf nicht mit einem einzigen Riss zufrieden gibt, sondern regelrecht in einer Art von Blutrausch gleich hintereinander mehrere, ja sechs, acht und noch mehr Tiere anfällt und schwerstens verletzt. Laut einer Teletext-Meldung in 3sat von Anfang Oktober sind bei einer einzigen Wolfsattacke 40 (!) Schafe zum Opfer gefallen! Also höchste Zeit für Tagträumer, endlich aufzuwachen.

Franz Sendlhofer, 5630 Bad Hofgastein

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