Leserbrief

Wutausbrüche reichen nicht

Ich gehe davon aus, dass Herr Gasteiger die Pension, die er als Landeshauptmann-Stellvertreter trotz überschaubarer politischer Erfolge der Partei zu verdanken hat, nun auf das ASVG-Niveau reduziert und den Rest spendet.
Es reicht nicht, nur Wutausbrüche zu produzieren, sondern man muss sich auch mit den Inhalten der Politik auseinandersetzen. Es ist nicht Rechtspopulismus, wenn man wieder ein gewisses Maß an Ordnung in das in den letzten Jahren entstandene Chaos schafft. Drei Schlüsselressorts den Freiheitlichen zu überlassen ist vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, manches muss man einer Koalitionsvereinbarung unterordnen.
Der Vorhalt, dass Ausländer ebenso viel Hunger hätten wie Deutschsprechende, geht ins Leere, da im Sozialstaat Österreich niemand verhungert und der Zwang, Deutsch zu lernen, in der Vergangenheit nicht mit gutem Zureden erreicht wurde.
Der Kurs des Bundeskanzlers, nicht zu jedem beliebigen Thema seine Meinung abzugeben, ist laut Meinungsforschung erfolgreich, vor allem ist es wohltuend, wenn nicht ständig auf den politischen Gegner eingeprügelt wird. Manche müssen das noch lernen.


Dieter Wagner, 5026 Salzburg

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