Leserbrief

"Zigaretten", die "nicht netten"

Vor - jetzt ungefähr - etwa zwanzig Jahren war ich als aktives Mitglied des ATVs ("Adneter Turnvereins) bei den wöchentlich meist mehrere Male abgeleisteten "Conditions-Trainings" in einer der hiesigen Adneter Schul-Turnhallen konditionell "eh gut drauf" (wer mich persönlich seit der Zeit kennt, der weiß das auch), sodass bei mir absolut nie die Veranlassung hochkam, einmal mit "diesem Laster" aufzuhören ("Warum auch? Du bist doch eh so gut drauf!"). Bis sich jedoch dann eines Tages mein Gehirn mit der einfachen Frage meldete: "Ja verflixt nochmal, wer ist denn hier nun tatsächlich der 'Anschaffer' für meinen Willen? Die Zigaretten oder ich?"
Nachdem ich mein Gehirn solcherart zu der Überzeugung bringen konnte, dass "die weiß'n Stangerln ohne Filter" einfach "nicht die Berechtigung hätten", MIR vorzuschreiben, was ICH zu tun oder zu lassen hätte, war meine Einstellung des Rauchens - ehrlich gesagt - positiv gelaufen und damit also kein Problem mehr. Das brachte mich zu der Überzeugung, dass die Beendigung einer Sucht in allererster Linie nur über den Verstand in die gewünschten Bahnen möglich ist - was jeder so Betroffene - eigentlich! - selbst wissen bzw. versuchen sollte.


Fritz Grasedieck, 5421 Adnet

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