Leserbrief

Zu Haslauers Kritik an der AUA

An sich schätze ich Herrn Haslauer als besonnenen Menschen. Warum er sich ausgerechnet über die klimapolitisch sinnvolle Einstellung der Linienflüge zwischen Salzburg und Wien echauffiert, liegt wohl ausschließlich in seiner Funktion als Eigentümervertreter begründet, ist jedoch im Sinne einer zukunftsbezogenen Mobilitätspolitik nicht nachvollziehbar. Die Fakten liegen auf der Hand: Laut einer gemeinsam von der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung und Airbus (!) herausgegebenen Publikation stößt ein Flugzeug fünf Mal mehr Treibhausgase pro Passagier und Kilometer aus denn die Bahn (und sogar mehr als ein Pkw). In der gleichen Publikation wird als Ziel genannt, innerdeutsche Flüge weitgehend durch die Bahn zu ersetzen. Der Flughafen Wien ist vom Hauptbahnhof Salzburg heute schon in rund dreieinhalb Stunden zu erreichen. Herrn Haslauer ist sehr wohl bewusst, dass die erwähnte Hochleistungsstrecke frühestens 2032 in Betrieb genommen wird. Es ist diese Verzögerungstaktik, welche der jungen Generation u. a. in Form der Fridays-for-Future-Bewegung sauer aufstößt. Herr Haslauer, versuchen Sie, verantwortungsvolle Politik für die Zukunft Salzburgs zu machen. Diese Vergangenheitsfixierung ist Ihrer nicht würdig!

Reinhard Fischer, 1090 Wien

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