Leserbrief

Zufriedene Lehrer

"Alles in allem bin ich mit meiner Arbeit zufrieden". Dieser Aussage stimmten in der aktuell veröffentlichten OECD Lehrerstudie TALIS nicht weniger als 96 Prozent der österreichischen Lehrer und Direktoren (AHS - Unterstufe und Neue Mittelschule) zu. Das Votum ist deutlich höher als im EU-Schnitt. Demnach darf man auf eine grundsätzliche Berufszufriedenheit der großen Mehrheit heimischer Pädagogen von Schülern dieser Altersstufe schließen. Das mag manche überraschen, insbesondere auch Standesvertreter.
Über die Gründe des beruflichen Wohlbefindens dieser Lehrer macht die OECD-Studie keine Angaben. Als ehemaliger Kollege fiele mir dazu beispielsweise ein: Erfüllter Berufswunsch, insgesamt gute Arbeitsbedingungen, Schulklima, Autonomie bei der Gestaltung des Unterrichtes, vergleichsweise günstige Schülerzahl pro Klasse, positive Rückmeldungen durch Schülereltern, Elternvertretern und Schulerhaltern, angemessene Rekreationsphasen, sicherer Arbeitsplatz, work -life-balance, allgemeine Wertschätzung durch die Bildungsgesellschaft.
An der TALIS Studie 2018 nahmen international 48 Länder teil, darunter 23 EU-Länder. In Österreich beteiligten sich daran 277 Schulleiter und 4755 Lehrer. 70 Prozent waren weiblich, 30 Prozent männlich. (Quelle: Bundesinstitut für Bildungsforschung).


Dr. Josef Steidl, 5020 Salzburg

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