Leserbrief

Zukunft Wasserstoff?

Wasserstoff ist auch eine saubere Antriebsform, hat allerdings auch Nachteile. Es wundert mich nicht, Hydrogen Council, hinter dem 60 führende Energie- und Industrieunternehmen stehen, viele Chancen im Wasserstoff sieht. Zum Grünen Wasserstoff ist es allerdings noch weiter als bis 2030. Wasserstoff braucht die dreifache Energiemenge, bis er im PKW am Rad ankommt. Woher in naher Zukunft den (hoffentlich sauberen) Strom für die Elektrolyse nehmen, wenn Ökostrom nur mit Millionen, fossiler oder atomarer Strom mit Milliarden gefördert wird.
Derzeit wird Wasserstoff zu rund 97 Prozent aus Erdgas gewonnen. Welch ein "Fortschritt"?
Und wenn er doch in 20 Jahren die Hälfte kosten würde, wer trägt dann die Kosten für Logistik (produziert wird er ja dort, wo Wind und Sonne doppelt so stark sind), wer die Kosten für die Tankinfrastruktur und vor allem für den kostenintensiven Fahrzeug- und Wartungsaufwand im PKW? Da muss wieder der Endkunde herhalten, wie schon bei Benzin und Diesel. Der Zwischenhandel muss ja auch von was leben? Oder?

Robert Gaubinger, 4710 St. Georgen

Aufgerufen am 24.09.2020 um 11:08 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/zukunft-wasserstoff-83270575

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