Leserbrief

Zum Flughafen Salzburg und den ewig Gestrigen

Stellungnahme zum Leserbrief "Geglückte Landung im Schneechaos" in den SN vom 12. 1. 2018:

Der Leserbriefschreiber aus Bayern freut sich über das gute 'Saison- und Schneemanagement' des Salzburger Flughafens und kritisiert gleichzeitig das Geheule der wenigen, ewig Gestrigen, das lauter sei, als die Geräusche der startenden und landenden Flugzeuge und wünscht sich, dass noch weitere attraktive Flugziele dazu kommen. Ich wünsche mir das nicht und ich kenne viele Menschen die sich das genauso wenig wünschen. Wir wünschen uns eine lebenswerte Stadt und eine intakte Umwelt.
Der gesetzlich relevante Lärmpegel von 60 Dezibel liegt zu 90 Prozent in Salzburg und nicht in Bayern.
An den Winterwochenenden und speziell bei Fönwetterlagen ist der Süden Salzburgs und die gesamte Innenstadt vom Fluglärm besonders betroffen. Die Flugzeuge starten und landen im Minutentakt. Ein ständiges Dröhnen liegt über der Stadt.
Zum besseren Verständnis sollte sich Herr Steckhan vor Ort ein Bild machen.
Fluglärm hat zahlreiche Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen.
Fliegen ist außerdem die umweltschädlichste Verkehrsform. Die CO2-Emissionen sind enorm. Klimaforscher verweisen darauf, dass die Flugzeuge in einem besonders sensiblen Bereich der Atmosphäre fliegen. Die Schadstoffe bleiben dort besonders lang wirksam.
Tagtäglich wird in den Medien berichtet, dass es höchste Zeit ist, die CO2 Emissionen einzudämmen. Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren.
Die Gesundheit der Menschen und unseres Planeten sollte nicht länger dem Profit einiger weniger geopfert werden.
Als ewig Gestrige werden in ein paar Jahren wahrscheinlich diejenigen gelten, die heute im ewigen Wirtschaftswachstum die einzige Möglichkeit von Fortschritt sehen.


Eva Maria Lindtner, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 24.09.2020 um 11:48 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/zum-flughafen-salzburg-und-den-ewig-gestrigen-65045410

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