Leserbrief

Zum Thema "Abgelehnte Asylwerber & Handwerkslehre"

Nicht Ausnahmen und "Humanitäres Bleiberecht" sind gefragt, sondern der rechtskräftige Aufenthaltstitel "Bleiberecht aufgrund des österreichischen Eigenbedarfs an Fachkräften".

Asylwerber & Handwerkslehre - eine extrem "patscherte" Debatte.

Tüchtige asylsuchende Handwerkslehrlinge - abgeschoben trotz des drückenden, Österreichs Prosperität ernsthaft bedrohenden Fachkräftemangels, den in absehbarer Zeit alle Österreicher spüren werden. Die Debatte darüber ist bezogen auf die Protagonisten: Hochkarätige aktive und ehemalige Spitzenpolitiker engagieren sich wie auch bedeutende Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft.

Umso mehr verstört die sachliche Hilflosigkeit der Debatte. Es werden für den Verbleib tüchtiger Handwerkslehrlinge mit negativem Asylbescheid "Ausnahmen" und das "Bleiberecht aus humanitären Gründen" gefordert. Beides wird dem Wesen der Problematik nicht gerecht.

Man sollte bei der Wahrheit, also am direkten Weg bleiben. Nötig ist die Schaffung eines klaren und offiziellen "Bleiberechts aufgrund des österreichischen Eigenbedarfs an Fachkräften". Nicht einmal eine Verfassungsänderung ist dafür nötig. Ein kurzer Zusatz zum Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz ist ausreichend. Für die nötige Gesetzesänderung würden mit Sicherheit alle Vernünftigen im Nationalrat, also alle 183 Abgeordnete, die Hand heben.

Prof. Ernst Smole, 1080 WIEN

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