Leserbrief

Zweifelhafte Umweltpolitik

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum immer nur bei den Kleinen gespart wird, wenn es um reduzieren der Schadstoffe oder Energiesparen geht? Es ist schon richtig, Plastiksackerl einzusparen und bei Autos Maßnahmen für weniger Sprit-Verbrauch zu setzen. Aber was ist mit den Kunststoff-Verpackungen in den Verkaufsregalen? Wurst u.v.m. fest verschweißt in Plastikfolien, auch Mehlspeisen, wie z.B. Schwedenbomben in Hartplastik verpackt? Offenbar soll hier nur bei den Sackerl, bei den Kunden gespart werden, bei den Konzernen aber nicht.

Bei Kraftfahrzeugen ist es ähnlich. Betroffen sind die vielen Pendler und Menschen außerhalb der Zentralräume, wo auch bei öffentlichen Verbindungen eingespart wird. Sie sind auf Mobilität angewiesen und sind die Leidtragenden. Andererseits wird der Flugverkehr, welcher progressiv zunimmt, wo die Airlines sich mit Billigangeboten unterbieten, mit Steuererleichterungen für Treibstoff belohnt. Obwohl diese tonnenweise Kerosin verheizen, nicht verbrauchten Treibstoff vor der Landung auf Landschaft und Menschen ablassen, nimmt man das gelassen hin - unverantwortlich! Gleiches gilt für Luxusurlaube mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen. Die Urlauber wissen nicht wie stark dadurch die Luft verschmutzt, wie arg sie mit Schadstoffen, selbst auf hoher See, verpestet ist. Ein Boom in unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Wirtschaft bestimmt, sie darf man nicht antasten, nicht einschränken - gespart wird nur bei den Kleinen.

Norbert Hüttel, 4400 St. Ulrich bei Steyr

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