Leserbrief

Zwickt's mi, i glaub i tram

Corona. Ein kurzes Wort mit großen Auswirkungen.
Es ist ein Kampf. Der Kampf gegen Corona, welcher uns seit Anfang März begleitet. Wir mussten Niederlagen einstecken, konnten aber auch bereits Siege einheimsen, doch wie weit hat uns die Schlacht um Covid-19 gebracht? Ist es überhaupt noch eine Schlacht gegen Corona, oder doch gegen uns selbst?
Wir, die österreichische Bevölkerung, sind im Zwist. Zwei Parteien: Corona-Memmen und Corona-Leugner, dazwischen scheint es nichts mehr zu geben. Hass und Streit auf den Straßen, im Geschäft und in den sozialen Medien. Und als wäre das noch nicht genug, bekriegen sich auch noch diese Medien mithilfe von diversen "Spezialisten". Jeder darf, nein, jeder soll sogar seine eigene Meinung zu dieser Debatte haben, doch verfolgen wir nicht alle dasselbe Ziel? Wollen wir nicht alle wieder genauso unbeschwert leben wie zuvor?
"Wo gehobelt wird, fallen auch Späne." So lautet ein weitum bekanntes Sprichwort, das natürlich auch auf die Politik zutrifft. Doch zurzeit werden diese Späne von einigen oppositionellen Parteien genommen und angezündet. Ist es wirklich das, was wir wollen? Ein Krieg, auf allen Ebenen? Ein Krieg gegen uns selbst? Wenn es das ist, so kann ich nur sagen: "Zwickt's mi, i glaub i tram. Des derf net woah sei, wo samma daham?"
Wir Österreicher haben bereits Vieles geschafft. Gemeinsam. Als ein starkes Team. Bilden wir auch in dieser Zeit (mit dem nötigen Abstand) unser Team und ziehen wir an einem Strang. Für unsere Gesundheit. Für unsere Wirtschaft. Für unsere Familien und Freunde. Und letztendlich auch für uns, uns selbst, damit wir wieder ein sorgenfreies Leben führen können.

Tobias Lang, 20 Jahre, 5143 Feldkirchen b. Mattighofen

Aufgerufen am 06.12.2020 um 12:23 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/zwickt-s-mi-i-glaub-i-tram-95055187

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