Leserbrief

Zwischen Klimahysterie und Empörung

Ich lese in letzter Zeit in Leserbriefen immer wieder das Unwort "Klimahysterie". Bitte was soll bei diesem Thema hysterisch sein? Das kann nur aus Denkmustern kommen, die sich mit der Realität dieses Planeten nicht wirklich befasst haben. Wir leben im Zeitalter des Anthropozän: das durch menschliches Handeln bestimmte Zeitalter, indem Prozesse in Gang gesetzt wurden und werden, die in menschlichen Zeitspannen irreversibel sind. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Erde die höchste Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre seit mindestens 800.000 (!) Jahren hat, durch Aktivitäten der Menschheit. Pro Jahr pumpen wir so viel Kohlenstoff in die Atmosphäre , wie die Erde früher in einer Million Jahren im Boden versenkt hat. Nachzulesen in der Website des Weltklimarates. Die Faktoren, die zum Temperaturanstieg führen wie z. B. Sonnenaktivität, Erdachsenschwankungen, Meeresströmungen etc. können in diesem Prozess ausgeschlossen werden.

Wir befinden uns in der Zeit von epochalen Umweltveränderungen in Flora und Fauna, das ist auf allen Kontinenten ebenso belegt, wobei es Kipppunkte, die manche Ökosysteme gänzlich entgleisen lassen. Das ist so wie ein riesiges Experiment. Was können wir tun? Europa kann, nein muss Vorreiter für nachhaltiges Handeln sein, wie es die skandinavischen Ländern, allen voran die Stadt Kopenhagen, vormachen.

Reinhard Heindl, 5622 Goldegg

Aufgerufen am 29.09.2020 um 04:20 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/zwischen-klimahysterie-und-empoerung-82702528

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