Meine Heldin

Die Frauen im "Verborgenen"

Symbolbild SN/photo by priscilla du preez on unsplash
Symbolbild

Meine Heldinnen sind die Frauen im "Verborgenen", die ihre Leistungen als selbstverständlich ansehen, welche sie aber nicht sind. Da wäre zum Beispiel die Frau die sich von einen gewalttätigen Mann trennt, drei Kinder alleine großzieht, viele Nebenjobs annimmt, um das Leben zu finanzieren.
Da wäre die Frau, die dem Karrieremann den Rücken frei hält, und weil sie betrogen wird, den Mann verlässt, sich scheiden lässt, die Ausbildung der Tochter alleine finanziert und die nun mit 65 trotz eigener Arbeit mit der Mindestpension auskommen muss, weil ihr Ex-Mann ja angeblich nichts besitzt.
Da wäre die Frau die vier Kinder großgezogen hat, denen eine gute Ausbildung ermöglichte, immer nebenbei gearbeitet hat, und sich über Jahre um den psychisch kranken Ehemann und die kranke Mutter gekümmert hat, auch sie lebt von der Mindestpension. Diese Frauen sind stellvertretend für viele Frauen genannt, die für mich die wahren Heldinnen sind, und deshalb gehören Sie einmal auf die Titelseite der SN.
Monika Petschenig

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.10.2019 um 11:05 auf https://www.sn.at/leserforum/leserspalte/meine-heldin-die-frauen-im-verborgenen-67291213

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