Meine Heldin

Sie fordern Gerechtigkeit ein

Symbolbild SN/photo by karl magnuson on unsplash
Symbolbild

Ich lese täglich mit wachsendem Unmut die Kolumne "Meine Heldin". Dort werden die selbstlosen, aufopfernden, pflegenden, erziehenden Frauen gespriesen. Offenbar fällt niemandem auf, dass dadurch die gängigen Rollenbilder bestätig tund verfestigt werden. All diese Frauen sind bewundernswert, ohne Frage! Doch meine Heldinnen sind jene Frauen (und auch Männer), die Gerechtigkeit für diese Personen einfordern und Missstände in der Verteilung der Lasten zwischen den Geschlechtern anprangern. Frauen, die mit ihren Texten zu Frauenthemen Bewusstseinsbildung betreiben. Frauen, die durch ihre politische Tätigkeit auf die prekäre Situation der Alleinerzieherinnen aufmerksam gemacht haben und machen.

Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, wenn eine Frau ihrem Mann jahreland den Rücken freigehalten hat und nach der Scheidung keinen ordentlichen Unterhalt bekommt, geschweige denn eine Pension, von der sie leben kann (siehe Kolumne am 26. 3.). Wo sind die Role-Models, die angesichts solcher Zustände ihren Zorn und ihre Wut artikulieren?

Agnes Widauer

Quelle: SN

Aufgerufen am 02.12.2020 um 08:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserspalte/meine-heldin-sie-fordern-gerechtigkeit-ein-67952110

Schlagzeilen