#salzburglove

Schöne ferne Heimat

Symbolbild SN/photo by cristian lozan on unsplash
Symbolbild

Manchmal lernt man Dinge erst schätzen, wenn man sie verlässt oder aus weiter Ferne betrachtet.

So ging es mir mit meiner Heimatstadt. Salzburg. Geboren, war ich in Salzburg. Aufgewachsen, in Salzburg. Irgendwann bin ich jugendlich und Salzburg zu klein geworden. Auf dem Flugticket war folgendes zu lesen: Salzburg-London.

Und jetzt ist Salzburg weit entfernt und statt Mozart steht ein Riesenrad vor mir. Aber wenn ich meine Augen schließe, dann kann ich sie sehen.

Die Stadt, umgeben von unzähligen Bergen, in denen mir mein Opa das Skifahren beigebracht hat. Ich sehe die Salzach und all die lauen Sommerabende, die meine Freunde und ich hier verbracht haben. Ich spüre das Wasser der klaren Seen auf meiner Haut und wie die Liebe meines Lebens lachend meinen Kopf unter Wasser hält. Ich erinnere mich an die Herbstwochenenden, die meine Eltern mit ihren zwei Kleinkindern am Rupertikirtag verbrachten. Die Festung, das Museum der Moderne, die noblen Hotels, vielen Restaurants und überwiegend glückliche Menschen.

Als ich zurück in der Gegenwart ankomme, werde ich vom London Eye beobachtet und muss lächeln. Dann schließe ich meine Augen wieder. Weil, zu Hause ist es doch am schönsten.

#salzburglove

Annie

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Quelle: SN

Aufgerufen am 22.01.2021 um 01:34 auf https://www.sn.at/leserforum/leserspalte/salzburglove-schoene-ferne-heimat-80575840

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