Auto

Der Businesswagen als sportliches Kraftpaket

Mercedes-Veredler AMG bietet die E-Klasse in zwei Topversionen: Das "S"-Modell erreicht dabei 585 PS und 800 Newtonmeter

Der Businesswagen als sportliches Kraftpaket SN/amg
Stärkste E-Klasse aller Zeiten: E 63 AMG, in S-Version mit 585 PS.

AMG, das ist bei Mercedes das Kürzel für sportlich aufgerüstete Fahrzeuge. 2017 wird die Tochter auch schon reife 50, und bis dahin soll der kleine Bereich der Kraftlackeln ordentlich wachsen: auf 30 Modelle und um 50 Prozent im Absatz, von 20.000 (2011) auf 30.000 Stück. Die Erweiterung der Palette wird demnächst in Genf sichtbar, wenn sich die ersten Vierzylinder in AMG-Version als A 45 AMG und CLA 45 AMG vorstellen. Parallel dazu rollen auch die neuen AMG-Modelle der E-Klasse zu den Händlern, "die stärkste E-Klasse aller Zeiten", wie Fahrzeugentwickler Marco Witzel bei der Präsentation nahe Barcelona ausführte.

Den E 63 AMG gibt es nicht nur als Limousine und T-Modell (Kombi), er wird nun auch mit Allradantrieb (4Matic) für beide Karosserieformen und als nochmals aufgepäppelte S-Version (mit 4Matic, Limousine oder Kombi) erhältlich sein. Im E 63 AMG wurde die Leistung des Achtzylinder-Biturbos von 525 auf 557 PS angehoben, das Drehmoment legte um 20 Newtonmeter auf nunmehr 720 zu.

Wem dieses Kraftbündel noch nicht reicht, der kann im S-Modell auf 585 PS und 800 Newtonmeter bauen, die dann endgültig den Wolf im Business-Schafspelz hervorkehren werden. Ermöglicht wird der Leistungsschub durch angepasste Motorapplikation, Erhöhung des Spritzendrucks und einen gesteigerten Ladedruck um ein Zehntelbar. Die S-Modelle wird es künftig auch in weiteren Baureihen geben.

Die neuen E-AMG sind auch deutlich erkennbar: Durch den "Twin Blade"-Kühlergrill und den "A-Wing" wird die sportliche Optik noch mehr betont. Dass ein Renner mit nahezu 600 PS kein Spritschlucker mehr sein muss, versuchen die AMG-Techniker ebenfalls nachzuweisen: Der Verbrauch beträgt im Normzyklus zwischen 9,8 und 10,5 Liter (230 bis 246 Gramm CO2). Diese Werte werden allerdings wohl deutlich überschritten, wenn sich irgendwo in einem limitlosen Refugium die Möglichkeit zum Austesten von abgeregelten 250 km/h und 3,6 bis 4,2 Sekunden Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h ergeben sollte.

Im E 63 von AMG kommt das Speedshift-Sportgetriebe (Siebengang) zum Einsatz. Vier Fahrprogramme (von "controlled efficiency" mit Eco-Start-Stopp über Sport und Sport+ bis manuell) stehen zur Verfügung. Das S-Modell bekommt zusätzlich ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Alle Versionen verfügen über das elektronisch geregelte Dämpfungssystem. Die Keramik-Hochleistungsbremsanlage ist optional. Die neuen Assistenzsysteme aus der Basis-E-Klasse sind auch bei AMG verfügbar.

Die Österreich-Preise der E-AMG reichen von 123.500 bis 146.950 Euro. Die billigste AMG-Version kostet damit knapp über 30.000 Euro mehr als die teuerste E-Klasse (E 500 4Matic T-Modell).

(SN)

Aufgerufen am 22.06.2018 um 03:42 auf https://www.sn.at/panorama/auto/der-businesswagen-als-sportliches-kraftpaket-5197984

Mit dem AMG GT den Platzhirsch im Visier

Für die Präsentation kam fast die gesamte Konzernspitze ins beschauliche schwäbische Dörfchen Affalterbach, und den ersten AMG GT fuhr Formel-1-Star Nico Rosberg persönlich vor. Schon mit derartigen Details …

Meistgelesen

    Schlagzeilen

      SN.at Startseite