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Ghiblis Herz kommt von Ferrari

<span style='color:#666'>Maserati bringt im Frühjahr den überarbeiteten Ghibli.</span> Sportlichkeit und Luxus ergeben eine angenehme Symbiose.<Wo14autor />

Ghiblis Herz kommt von Ferrari SN/maserati
Maserati versucht, mit dem Ghibli in der sportlichen Oberklasse zu punkten.MASERATI
Ghiblis Herz kommt von Ferrari SN/maserati
Maserati versucht, mit dem Ghibli in der sportlichen Oberklasse zu punkten.MASERATI

Maserati - dieser Name ist seit Jahrzehnten untrennbar mit Motorsport und seit den 1950er-Jahren mit dem mehrfachen Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio verbunden. Keine Frage, Maserati baute immer wieder tolle Rennfahrzeuge, das Bestreben, mit sportlichen Autos auch Geld zu verdienen, kam deutlich später. Die italienischen Autobauer in Modena durchlebten mit mehreren Besitzerwechseln eine bewegte Zeit, ehe sie im Fiat-Chrysler-Haus ein sicheres Daheim fanden.

Die Traditionsmarke scheint nun einen zweiten Frühling zu erleben, wie es in der Branche zu hören ist. Neben dem Edel-SUV Levante setzt Maserati auf die sportliche viertürige Limousine, den Ghibli, der im kommenden Frühjahr in einer weiteren überarbeiteten Version auf den Markt kommen wird. Unter seiner Haube des kleinen Bruders des Quattroporte schlummert ein Ferrari-Motor aus Maranello. Wenn dieser doppelt aufgeladene Sechszylinder mit drei Litern Hubraum aufgeweckt wird, geht es schnell zur Sache: Fünf Sekunden auf Tempo 100, bei Tempo 285 sollte dann Schluss sein. Eine Geschwindigkeit, die angesichts der Verkehrsentwicklung auf Europas Straßen wohl nur als Theorie verstanden werden kann. So viel zum Ghibli S mit seinen 410 PS und optional mit Allradantrieb, die Version mit 350 PS ist nicht viel langsamer. Das Achtgang-Automatikgetriebe darf als perfekt bezeichnet werden. Wer lieber ein V6-Dieselaggregat unter der Haube haben möchte, ist mit 275 PS ebenfalls bestens bedient. Wie gesagt, Maserati versteht etwas vom Bau sportlicher Autos.

Bei Testfahrten an der Côte d'Azur war kaum ein Unterschied zwischen Benziner und Diesel zu spüren. Die ausgewogene 50:50 Achslastverteilung sorgte für ein präzises Handling, auch auf steilen, kurvenreichen Straßen. Neben Sportlichkeit hat Maserati gleichwohl auf Ausstattung gesetzt. Trotz der beachtlichen Serienausstattung kann der Ghibli mit zusätzlichen Luxus-, Sport- und Karbonpaketen inklusive umfangreichen Assistenzsystemen geordert werden. Ein solches enthält die Funktionen adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion, Totwinkelassistent, Spurverlassenswarnung, Auffahrwarnsystem mit erweitertem Bremsassistenten und automatischer Notbremsassistent. Optional in Kombination mit dem ADAS-Paket wird ein Surround-View-Kamerasystem geboten.

Die Zielgruppe für den Ghibli hat Maserati ebenfalls schon ausgemacht: Kunden, die auch mit einer E-Klasse, einem Audi A6 oder A7 oder einem Fünfer-BMW liebäugeln. Es gibt nach wie vor einen Platz für einen solchen sportlichen Wagen, der auch Luxus bietet, ist man bei Maserati überzeugt.

Einstiegspreis in Österreich: knapp unter 70.000 Euro.

Aufgerufen am 19.02.2018 um 05:09 auf https://www.sn.at/panorama/auto/ghiblis-herz-kommt-von-ferrari-1006255

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