Auto

Nissan X-Trail 2.0 dCi: Ein SUV sucht den Dreitagesbart-Vater

Der japanisch-französische Hersteller will mit dem neuen Allradmodell nicht nur auf dem Asphalt Punkte sammeln.

Die Schätzungen lauten auf 90 bis 95. Soll heißen Prozent. Also viel. Und gemeint ist hier die Masse jener Sport Utility Vehicles, die zwischen Herstellung, Verkauf, Benutzung und Entsorgung niemals etwas anderes unter den Reifen verspüren als Asphalt.

Da ist wohl auch der Nissan X-Trail keine Ausnahme. Aber wie bei Fahrzeugen aller Art hängt ihre Verwendung zum größten Teil von ihren Benutzern ab.

Nissan zielt mit dem nun vorgestellten X-Trail der vierten Generation bewusst auf abenteuerlustige Familien ab.

Hupf in Gatsch: Der neue X-Trail von Nissan ist auch auf ruppigem Geläuf daheim. SN/werkfoto/nissan
Hupf in Gatsch: Der neue X-Trail von Nissan ist auch auf ruppigem Geläuf daheim.

Immerhin: Bis zu sieben Menschen finden in dem 4,64 Meter langen und 1,82 Meter breiten Fahrzeug Platz. Passagierbe freit warten zwei Kubikmeter Laderaum auf Befüllung.

Der auf 177 PS erstarkte und 380 Newtonmeter Drehmoment bietende 2,0-Liter-Diesel soll eben samt Allradantrieb und zuschaltbarer Differenzialsperre dreitagesbärtige Väter ansprechen, die mit ihren Lieben zum Canyoning ausrücken.

Video: Mit dem X-Trail im Steinbruch

Dieses feuchtfröhliche Vergnügen bot Nissan den eingeladenen Journalisten bei der Präsentation im Offroadpark des Steinbruchs in Geisingen (Schwarzwald) zwar nicht. Es gab jedoch jede Menge steiler Rampen, die der im Leergewicht 1700 Kilogramm wiegende Wagen locker bewältigte. Schlammige und sandige Wege waren allradgetrieben auch keine große Sache mehr.

Die Ausritte auf ruppigem Geläuf sind natürlich kräftezehrend und durstfördernd. Der Bordcomputer wies bei der knapp 300 Kilometer umfassenden Testfahrt (inklusive Autobahn und Rushhour in Zürich) einen Verbrauch von 8,6 Litern auf. Damit ist der Nissan weder Klassenprimus noch Schmuddelkind.

Hupf in Gatsch: Der neue X-Trail von Nissan ist auch auf ruppigem Geläuf daheim. SN/werkfoto/nissan
Hupf in Gatsch: Der neue X-Trail von Nissan ist auch auf ruppigem Geläuf daheim.

Der zur Verfügung gestellte X-Trail war mit der "4x4 Xtronic"-Schaltung ausgestattet. Über einen Drehregler auf der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen 2WD-Antrieb, Auto-Mode und dem Lock-Modus mit permanentem Allradantrieb wählen - sobald eben der Ruf der Wildnis erschallt.

Mit dem 2,0-Liter-Diesel hofft Nissan, 90 Prozent seiner X-Trail-Kunden zu erreichen. Im Diesel-grundmodell Acenta sind darüber hinaus Sitzheizung vorn, Klima automatik, verdunkelte Scheiben, Fernlichtassistent und Nebelscheinwerfer serienmäßig.

Das ganz und gar nicht hupf-in-gatschige Innenleben des X-Trail. SN/werkfoto/nissan
Das ganz und gar nicht hupf-in-gatschige Innenleben des X-Trail.

36.500 Euro muss man dafür hinlegen. für das Topmodell Tekna 42.900 Euro.

Dort gibt es dann Ledersitze, der Fahrer- und Beifahrersitz sind jeweils elektrisch einstellbar. Und ein Panoramadach für den Blick in die Sterne.

Erhältlich ist der neue X-Trail in Österreich ab Februar 2017. Bis dahin sollten potenzielle Abenteuer-väter ihre Offroad-Strecke gefunden haben. Oder jedenfalls ihren Dreitagesbart hegen.

Aufgerufen am 25.06.2018 um 05:46 auf https://www.sn.at/panorama/auto/nissan-x-trail-2-0-dci-ein-suv-sucht-den-dreitagesbart-vater-569752

Die Akte X & das große Wiehern

Dinge zu vergessen ist oft lästig. Manchmal ist es aber schwer zu verzeihen. Da stehen sie. Rundum …

Autorenbild

Finale beim Donauinselfest mit Regen - auf der Bühne

Das 35. Donauinselfestes ging - anders als in den heißen Vorjahren - am Sonntag vorerst eher beschaulich ins Finale. Die Badeufer waren angesichts der kühlen Temperaturen naturgemäß verwaist. Der Andrang auf …

Meistgelesen

    Schlagzeilen