Wie die Politik immer häufiger die Wirtschaft verunsichert

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Standpunkt Gerhard Kuntschik

Was sich derzeit vor und hinter den Kulissen der Autobranche so tut: Da hat z. B. Seat die Idee, jedermann über den Namen des künftigen großen (dritten) SUVs abstimmen zu lassen. Über 130.000 Vorschläge aus 106 Ländern gingen ein, in der Endauswahl stehen vier Städtenamen (traditionell). Die Festlegung hat die VW-Tochter verschoben - wegen der Entwicklung in Katalonien und der "Kompatibilität" sowie des Medienfokus auf die "Krise".

Was eine Unabhängigkeit Kataloniens samt Rausfall aus der EU bedeuten würde, daran will in Martorell bei Barcelona niemand denken: Mit EU-Einfuhrzöllen wäre das Defizit riesig.

Genauso graut es den Autobauern im Vereinigten Königreich vor Folgen eines Brexit ohne Handelsabkommen mit der EU - weil der Großteil an Zulieferern in der EU sitzt, die Teileeinfuhr teuer wird und die Autos für den Import in die EU auch. Die britische Autoproduktion verringerte sich im August um 5,3 Prozent, was mit Brexit-Sorgen begründet wird.

Und bei uns? Da soll es 2030 keine Kfz mit Verbrennungsmotor geben, zumindest für Einheimische. Ausländer sollen damit weiter durch Österreich fahren? Über den Wertverlust von zehn Milliarden Euro (laut ÖAMTC-Rechnung), also eine Enteignung, hat auch noch niemand nachgedacht.

Aufgerufen am 22.06.2018 um 12:56 auf https://www.sn.at/panorama/auto/wie-die-politik-immer-haeufiger-die-wirtschaft-verunsichert-24858148

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