Forscher blieben vorsichtig

Sie benötigten noch mehr Daten, sagten die CERN-Forscher etwas schüchtern inmitten des Jubels um die Beobachtung des Higgs-Teilchens, nach dem man so lang vergeblich gesucht hatte.

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Panorama Barbara Morawec

Warum so zaghaft? Hat man es gesehen oder nicht? Die Zurückhaltung der Forscher hat gute Gründe: Nachweise in solchen winzigsten Dimensionen sind ungeheuer schwer zu erbringen. Schon einmal passierte den CERN-Physikern ein peinlicher Fehler. Sie hatten nach einem Experiment mit Neutrinos - auch Elementarteilchen - verkündet, diese seien schneller als Licht, was als unmöglich galt. Eine Sensation. Nun, Licht ist nach wie vor die schnellste Kraft im Universum. Man hatte sich vermessen.

Jetzt will man alles richtig machen. Das Higgs-Teilchen existiert. Es wurde aufgespürt. Weitere Versuche sollen beweisen, dass es auch wirklich da ist. Denn eines wissen Physiker: Nirgendwo ist der Irrtum so groß wie in der Forschung. Deshalb wird es auch immer etwas zu erforschen geben. Nie ist man am Ende aller Weisheit. Das Universum ist zu groß.

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