Geist & Welt

"Ich fühle mich zur Priesterin berufen"

Eine junge Frau will die Kirche "ins 21. Jahrhundert bringen". Sie hat eine unbeugsame Hoffnung, beklagt die Skandale in der Kirche und trägt nur Secondhand-Kleider.

Jacqueline Straub ist 27, studierte Theologie und arbeitet als TV-Journalistin und Buchautorin in der Nähe von Zürich. Seit ihrer Jugend will sie katholische Priesterin werden. Daher lässt sie nicht locker, Reformen zu fordern.

Die meisten Frauen Ihres Alters haben der katholischen Kirche längst den Rücken gekehrt. Warum bleiben Sie in dieser Kirche, wo Sie doch sehen, dass alle Kritik nicht viel verändert? Straub: Weil ich die Kirche liebe. Es ist wichtig, an der Kirche zu arbeiten und sie in das 21. Jahrhundert zu bringen. Daher gebe ich nicht auf. Ich vergleiche die Kirche gern mit einer Familie. Ich selbst habe eine ältere Schwester. Wir sind uns nicht immer einig, wir streiten, ich kritisiere sie. Trotzdem liebe ich sie. Genauso geht es mir mit der Kirche.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 22.09.2018 um 02:08 auf https://www.sn.at/panorama/geist-welt/ich-fuehle-mich-zur-priesterin-berufen-39473026